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Bericht des Vorsitzenden 2017

Deutscher Kulturrat
C.Johannes

Einleitung

Schon wieder ist ein Jahr vergangen. Es war ein Jahr in dem ich, und wir als Vorstand, einige Erfahrungen gemacht haben, die uns dazu gezwungen haben, unsere Ziele und Arbeitsmethoden anzupassen und zum Teil auch grundsätzlich zu ändern. Das klingt beim ersten Hören etwas negativ, ist aber nur halb so schlimm. Ich komme ganz gleich noch wieder darauf zurück.

1.
Vorstand

  1. Wir konnten uns im vergangenen Jahr wieder turnusgemäß, viermal treffen, um alles, was an den Sitzungen des Kulturrats protokoliert wurde zu bearbeiten und in die Praxis umzusetzen. Dabei haben wir dann auch die fälligen Sitzungen des Kulturrats geplant und geregelt.
  2. Mein herzlicher Dank geht wieder einmal an unsere Vorstandsmitglieder für die gute Mitarbeit, und die gute Stimmung, in der wir im Vorstand arbeiten können.

2.
Kulturrat

  1. Der Kulturrat hat sich im vergangenen Jahr auch wieder 3x zu Sitzungen getroffen, nämlich im Februar in Pietermaritzburg, im Mai in Marianhill und im August in Vryheid.
  2. Im Nachhinein noch einmal einen herzlichen Dank für die freundliche Aufnahme und gute Verpflegung, die wir an diesen Orten erleben durften.
  3. Und nun zum Punkt, den ich in der Einleitung schon erwähnt hatte:

  1. Es ist jetzt ziemlich klar, dass die Vorstellung, um den Kulturrat auf der Schiene der ehemaligen Schulischen Arbeitsgemeinschaft laufen zu lassen, nicht mehr realisierbar ist. Die allerwenigsten Gemeinden, die damals Schulträger waren, haben heute noch ein aktives Interesse an „ihren“ Schulen!
  2. Teils sind diese Schulen geschlossen worden. Andere wurden über die Jahre von den Gemeinden gelöst und an Treuhänderschaften übertragen, die nun diese Betriebe leiten und verwalten.
  3. Dazu kommt dann auch noch das Problem mit den Sprachen, Englisch und Deutsch auf Gemeindeebene, wie es schon im vorigen Bericht meinerseits genannt wurde.
  4. Ihr Lieben, an der Hillcrest High School lernen zurzeit etwa 130 Schüler/innen Deutsch als Fremdsprache! Und weltweit gibt es ungefähr 2200 sog. Partnerschaft Schulen, an denen Deutsch als Fach, und/oder auch als Fremdsprache unterrichtet wird. Alle diese anderssprachigen Bewohner der Welt sehen m.E. ein Licht, dass in unseren Kreisen scheinbar am Erlöschen ist!
  5. Der Eindruck, den man bekommt ist, dass da hier und da in einigen Gemeinden, die einst traditionell deutsch waren, die Engländer mit den Deutschen kämpfen! Es geht sogar so weit, dass der englische Teil das Deutsche verdrängen will. Um dieses zu erreichen, wirken einige der „deutschsprachigen“ Pastoren scheinbar sogar kräftig mit!
  6. In dieser Art Streitigkeiten kann und will sich der Kulturrat aber auf keinen Fall einmischen! Wir können nur für eine friedliche Gemeinsamkeit eintreten, nach dem Vorsatz „leben und leben lassen“. Das ist es, was auch die BRD in aller Welt zurzeit propagiert und in die Praxis umsetzen will.
  7. Wir können die Eltern in deutschen Haushälten nur immer wieder dazu ermutigen, um dafür zu sorgen, dass ihre Kinder den bestmöglichen Deutschunterricht in ihrer jeweiligen Umgebung bekommen. Und wenn da keine Partnerschaft Schule, wie sie hier in Wartburg, in Durban bei Hillcrest High oder bei der Deutschen Schule, in Hermannsburg, Lüneburg, Wittenberg und Michaelis zu finden ist, sollte man sich per Internet am Deutschunterricht, den das Goethe Institut anbietet, beteiligen!
  8. (So nebenbei vermerkt: Es sollte einer der ersten Aufträge an den Ausschuss für schulische Angelegenheiten sein, um eine Liste von allen Schulen in KZN, wo Deutsch als Fach unterrichtet wird, zusammen zu stellen. So können wir, und die Eltern in unserem Bereich informiert werden, wo der ebengenannte Deutschunterricht zu finden ist!)
  9. Halten wir uns an den Vorsatz: „Opa, Oma, Papa, Mama, wir alle lernen Deutsch!“ Wenn dieses nämlich eine Familiensache wird, an der sich alle beteiligen, kann man viel leichter erfolgreich sein!
  10. Da ist also noch Hoffnung, und das Licht unserer Muttersprache ist noch längst nicht erloschen! Wir haben nämlich einen sehr wichtigen Partner gefunden, der diese ganze Sache weltweit vorantreibt!
  11. Dieses ist eine längere Geschichte, sie ist es aber wert, dass man sie erzählt! Und, weil wir für heute keinen Gastredner eingeladen haben, habe ich mich selber bei der Vorbereitung dieses Berichts, zum Gastredner erhoben. Also, habt Geduld mit mir!
  12. Am 23. August im vorigen Jahr, waren Martin und ich zu einer Verabredung beim Honorarkonsul, Herrn Horst Achtzehn im Büro. Da hat er mir die Augen geöffnet!
  13. Er hat uns nämlich berichtet, dass die BRD über ihr Außenamt, sich unwahrscheinlich viel Mühe gibt, um der Jugend in allen Ländern, auf allen Kontinenten, einen positiven Einblick und Eindruck zu geben von allem, was die BRD zu bieten hat.
  14. Ganz abgesehen von den vielen Arbeitsmöglichkeiten, die eine Kenntnis der deutschen Sprache schon hierzulande bietet, zielt das Programm der BDR hin auf die Ausbildungsmöglichkeiten, die jedem Schüler und jeder Schülerin, die das Deutsche Sprachdiplom geschafft haben, in der BRD offenstehen.
  15. Und so wird die Kenntnis der deutschen Sprache in aller Welt massiv gefördert! Das Bundesverwaltungsamt, die Zentralstelle für das Auslandsschulwesen und das Goethe-Institut, wie auch der Deutsche Akademische Austauschdienst sind alle aktiv dabei, um dieses Ziel zu verwirklichen!
  16. Wer das Sprachdiplom hat, und hierzulande einen BA oder gleichwertigen Grad an einer Uni bekommen hat, kann über den Deutschen Akademischen Austauschdienst (DAAD) frei und umsonst zur Fortbildung an eine Uni in die BRD übersiedeln. (Nur die Reise- und Lebenskosten müssen selber bezahlt werden.)
  17. Und solch eine Fortbildung öffnet natürlich Türen für einen internationalen Einsatz im Arbeitsbereich! Dies ist ein Angebot, dass man in der heutigen Zeit der Globalisierung, nicht übersehen sollte!
  18. Das Goethe-Institut ist, wie schon gesagt, kräftig dabei, die Arbeit im Bereich Deutsch als Fremdsprache (DAF) zu fördern, und hat viel Material zur Reklame für diese Möglichkeit des Deutschlernens zur Verfügung.
  19. Aus diesem Grund, war ich dann im Oktober beim Goethe-Institut in Johannesburg, wo ich sehr herzlich empfangen wurde und sehr gut informiert wurde über genau diese Aktion vom Auswärtigen Amt der BRD, von der der Honorarkonsul uns erzählt hatte.
  20. Man hat mich mit Werbematerial überschüttet! Vieles habe ich schon an einige der lokalen Schulen verteilt, aber hier liegt noch einiges aus, das auch ruhig mitgenommen werden kann.
  21. In diesem Zusammenhang kann ich auch melden, dass das GI sehr viele Ausbildungsmöglichkeiten für die Lehrkräfte im DAF Bereich bietet. Hier sind z.B. einige der Lehrbücher, die für diese Arbeit zusammengestellt wurden. Diese Ausbildung läuft m.E. auf höchstprofessioneller Ebene!
  22. Bei der Botschaft wirkt auch noch eine Frau Ohl-Meyer in diesem Bereich, die ich aber leider noch nicht getroffen habe. Irgendwann soll das aber auch noch werden.
  23. Eines habe ich beim Honorarkonsul und auch beim GI sehr klar gesagt, und das ist auch sehr gut angekommen, nämlich: der DKR will sich auf keinen Fall in diese Programme der BRD einmischen! Wir wollen nur Reklame unter unseren Leuten für diese Programme machen!
  24. Es ist nämlich so, dass, wenn der DAF Unterricht an einer Schule gut läuft, die Springbok-deutschen Kinder auch davon profitieren werden, indem sie die Gelegenheit bekommen, das Sprachdiplom zu erwerben! Das ist jedenfalls, meines Erachtens viel mehr wert als das Matrik-deutsch, das sie auch noch als Schulfach belegen müssen. Wer die Gelegenheit hat, sich das Sprachdiplom zu erwerben, sollte davon auf jeden Fall Gebrauch machen.
  25. Nebst dem Konsulat und dem Goethe-Institut gibt es auch noch einige Instanzen, bei denen wir uns vorstellen sollten und es auch wollen, nämlich bei der Botschaft (Frau Ohl-Meyer), bei der ZfA, und auch beim „Netzwerk Deutsch“, wo eine ganze Reihe von Instanzen, bis hin zur Industrie, sich zweimal im Jahr treffen, um Dinge rund um die deutsche Sprache und auch deren Unterricht zu besprechen und zu regeln. Und, wenn ich die Gesichter in dieser Versammlung so angucke, dann wird es doch immer dringender, um auch mal jede Schule persönlich zu besuchen. Über die Kosten für solch eine Reise müssten wird dann noch reden.
  26. Ihr Lieben, wenn der DKR also nicht mehr so, wie die Schulische Arbeitsgemeinschaft von damals funktioniert, gilt unsere Aufmerksamkeit nach wie vor dem schulischen Bereich. Der Erhalt und das Fortbestehen der deutschen Sprache hier in unserem Teil des Landes ist immer noch eines unserer Ziele!
  27. Das bedeutet, dass wir die Schulen in unserem Gebiet, an denen dieser Unterricht noch stattfindet, sehr nahe am Herzen haben sollten und in einer ganz engen Partnerschaft mit ihnen arbeiten müssen! Der vorgeschlagene Ausschuss für schulische Angelegenheiten, sind zurzeit wir!
  28. Unsere Mitgliedschaft im Kulturrat sollte sich deshalb auch in Richtung Schulen und deren Verwaltungsgremien, ausweiten. Die Unterstützung, die wir von vielen der Kirchengemeinden nicht bekommen haben, wird nun hoffentlich bald aus dem schulischen Bereich kommen.
  29. Wenn ich jetzt die Sache mit dem Schulunterricht etwas auf die Spitze getrieben habe, bedeutet das natürlich nicht, dass wir den Museumsbereich, und alles andere hiermit gestrichen haben.
  30. Diese Sachen laufen nach wie vor weiter, aber, wie mit Rom, wird dieses auch nicht über Nacht geschehen.
  31. Wir wissen, dass mehrere der Gemeinden in unserem Gebiet ihre eigenen kleinen Museen haben. Diese sollten sich, zur Förderung ihrer gemeinsamen Sache im Ausschuss für den Museumsbereich, miteinander vernetzen. Das würde, meine ich, der ganzen Sache gut tun!  
  32. Über das Museum in Hermannsburg ist heute nur zu berichten, dass da immer noch keine Antwort auf die Bewerbung um Unterstützung vom Lotto, gekommen ist.

3.
Allgemeine Aktivitäten

  1. Wir haben den Deutschen Tag im vergangenen Jahr in Hermannsburg gefeiert. Aus verschiedenen Gründen waren da sehr wenig Besucher – man könnte fast sagen, dass da weniger Gäste waren, als die Schüler, die uns ihre Programme vorgetragen haben.
  2. Aber diese Kinder haben den Tag zu etwas ganz besonderem gemacht! Ihre Begeisterung beim Vortragen hat uns alle, die wir mit dabei waren, einfach mitgerissen!
  3. Dann war ich im Oktober bei der Preisverleihung der Matrikschüler in Hermannsburg zugegen, wo Petra Röhrs aus Pietermaritzburg den DRK Preis für Deutsch bekommen hat.


4.
Beschließung

  1. So ist noch ein Jahr, gefüllt mit vielen Aktivitäten, vorbei!
  2. Und wieder dürfen wir uns über einige kleine Erfolge freuen.
  3. Soweit mir bekannt, ist in dem vergangenen Jahr keiner unserer Mitglieder gestorben. Wenn doch – bitte ich jetzt um Meldung.
  4. Dann erinnere ich euch auch noch einmal daran, dass ihr unsere Spalte auf der Internetseite www.deutschekontakte.co.za bitte anklicken sollt, besonders wenn ihr das Datum für die nächste Sitzung, oder für den Deutschen Tag sucht.
  5. Dort sollt ihr auch bitte die wichtigsten Daten eurer Gemeinden, Schulen und Vereine eintragen lassen, damit es zur besseren Zusammenarbeit unter uns Deutschen in KZN kommen kann!
  6. Liebe Freunde, zum Schluss danke ich euch nun allen, für die gute und treue Unterstützung für unsere Sache! Dankeschön!

5.
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