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Bericht 2012

Familien > Familienfeste > Düvel

Düvelfest
31.3./1.4.2012 in Hermannsburg
Ein Bericht von Ernst Heckel



Etwa 130 Nachkommen von Christoph und Marie Düvel waren am Wochenende vor Ostern in Hermannsburg zusammen gekommen; Anlaß war die Ankunft vom Stammvater Johann Carsten Christoph Düvel in Südafrika vor 150 Jahren.

Das letzte Mal waren alle Düvelnachkommen 1962 zur 100 Jahrfeier auf der Farm von Gustav Düvel bei Kranzkop zusammengewesen.

Viele fanden Unterkunft im Schülerheim der Schule Hermannsburg. Samstag war das Museum geöffnet, wo man schon viel zur Geschichte der Vorfahren erfahren konnte. Bei der Registrierung bekam jeder Teilnehmer ein Namensschild. Nach einer guten Suppe und deutschem Gebäck (nicht zu vergessen Brezeln und Butterkuchen) kam man am Samstag Nachmittag im Speisesaal der Schule zusammen. Dort waren viele alte Gegenstände aus Familienbesitz ausgestellt, z. B. alte Bücher, Fotos, darunter auch ein Schrank, den Christoph Düvel für einen seiner Söhne selbst gebaut hatte.

Karlheinz Düvel, der älteste Stammhalter, hieß alle herzlich willkommen. Sein Bruder Sieghart hatte zusammen mit seiner Cousine Heidi die ganze Organisation des Festes. Nach einer Andacht von Willem Boshoff gab es einen Vortrag mit vielen Fotos über das Leben vom Stammvater, angefangen von der Lüneburger Heide und Louis Harms, über die Kandaze (das Schiff der Hermannsburger Mission, womit die Missionare und Kolonisten rauskamen). Christoph Düvel war 8 Jahre lang als Kolonist im Dienst der Hermannsburger Mission in Mvutshini (zwischen Gingindlovu und Eshowe). Er siedelte sich dann in Neu Hannover an, wo er 1892 im Alter von 62 Jahren starb. Mit seiner Frau Marie hatte er 2 Söhne (2 waren als Säuglinge gestorben), und 18 Enkelkinder. Heute gibt es über 600 Nachkommen.

Vor ein paar Jahren hatte man auch wieder Kontakt mit Düvels in Deutschland aufgenommen. Von denen kamen Grüße und Fotos vom Düvelhof in der Lüneburger Heide.

Lothar Düvel las ein Kapitel aus einer Plattdeutschen Bibel vor, denn Plattdeutsch war die Muttersprache der Düvels, und wird teilweise jetzt noch gesprochen.

Am Sonntag morgen traf man sich noch am Friedhof in Hermannsburg, wo viele Nachkommen begraben sind, unter anderem die Stammutter Marie Düvel, geborene von Dreskau, die 1865 ins Land gekommen war. Mit der Gemeinde Hermannsburg wurde noch der Palmsonntagsgottesdienst gefeiert.

Es war ein unvergeßliches Wochenende, wo man viele neue Gesichter getroffen hat, und viele Familienbande wieder neu knüpfen konnte. Der Stammvater kam nicht auf der Suche nach Gold und Reichtum nach Südafrika, sondern im Auftrag Gottes und im Dienst der Mission. Wir als seine Nachkommen ehren ihn dafür, und wollen dieses Erbe bewahren und weiterführen.


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